Altbaumodernisierung mit erprobten, passivhausgerechten Baustoffen und Bauelementen. Passivhaus Beratung, Planung und Betreuung Architekt Schippmann
Altbaumodernisierung mit erprobten,
passivhausgerechten Baustoffen und Bauelementen.

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Was ist aus energetischer Sicht ein Altbau?

Ein Altbau, bzw. auch älteres Haus, ist ein Gebäude welches ohne energetische Anforderungen errichtet wurde. Dies sind fast alle Gebäude die vor 1970 erbaut wurden. Auch danach wurden, bis zur WSVO 1995, noch keine vergleichbar hohen Anforderungen wie heute an die Energieeinsparung gestellt.
Die Bauten vor 1900 sind, je nach Region unterschiedlich, aus Holzfachwerk mit Vollziegelausmauerung oder Lehmausfachung, in Wandstärken um ca.16 - 20 cm errichtet. Steinbauten aus Ziegeln oder Naturstein in Wandstärken bis zu 1.0 m sind keine Seltenheit. Die Decken sind in der Regel Holzbalkendecken mit Lehmeinschüben.

Die Konstruktionen der Altbauten bis ca. 1950 bestehen überwiegend aus Vollziegeln mit teilweise bis 38 cm Wandstärke. Die Decken sind noch meist aus Holzbalken mit unterschiedlichen Einschubmaterialien.

Danach werden die ersten Hochlochziegel, Hohlblocksteine aus Bims- oder Schlackenbeton und Mauerblöcke aus Porenbeton am Bau verwendet. Man hat das Prinzip der Rohstoffeinsparung und die gleichzeitige Dämmwirkung von in Kammern eingeschlossener Luft erkannt. Die Decken werden inzwischen überwiegend aus Stahlbetonplatten- oder Rippendecken ausgeführt. Die Fenster werden verstärkt in Zweischeibenisolierglas eingebaut.

Ende der 60er Jahre wurden die ersten porosierten Hochlochziegel am Bau eingesetzt. Bei anderen Baustoffen wurden die Dämmwerte ebenso kontinuierlich verbessert. Ende der 70er Jahre gab es, durch die Erfahrung mit stark angezogenen Energiepreisen, die erste Wärmeschutzverordnung. Die verschiedenen Novellierungen der Energieeinsparverordnungen zeigen eine deutliche Steigerung der Anforderung. So kann man mit Sicherheit daraus schließen, dass die heute gültige EnEV2002 in absehbarer Zeit ebenso überholt sein wird. Die Anforderungen an den Umweltschutz, insbesondere die Verringerung des CO2 - Gehaltes der Luft, werden immer größer.

Ungesundes Wohnen in feuchten Räumen mit verstärkt auftretenden schädlichen Pilzen, bedingt in vielen Fällen ein sofortiges Handeln. Ein einzelner Austausch von Bauteilen, z.B. Fassadendämmung oder Fenstererneuerung, ist meist nicht effizient. Oft tauchen danach neue Probleme, wie z.B. zu geringer Luftaustausch bei nun absolut dichten Fenstern, auf. Die nicht gedämmten Anschlüsse an Keller, Dachdecken und Betonbauteilen verstärken das Wärmebrückenproblem.


Was kann aus heutiger Sicht verbessert werden?

Hier kann das Konzept „Einsatz von Passivhaustechnologien bei der Altbaumodernisierung“ Abhilfe schaffen.

Die Erfassung der gesamten Gebäudehülle ist aus energetischer Sicht für die Verbesserung des Energiehaushaltes erforderlich. Die bauphysikalische Verbesserung der Außenbauteile kann nur mit einer sorgfältigen Erfassung, Planung, Berechnung und einen Maßnahmenkatalog erreicht werden. Selbstverständlich sind bei einem bestehenden Gebäude nicht immer alle optimalen Bedingungen wie bei einem Neubau vorhanden. Die Technik der Bauund Dämmstoffe ist inzwischen aber soweit fortgeschritten, dass fast alle Probleme gelöst werden können.
Beispiel der einzelnen Komponenten je nach Vorraussetzung der Bausubstanz und Planung:

  • Untere - horizontale Hüllfläche – Kellerdeckendämmung einschl. flankierender Bauteile
  • Fassade - vertikale Hüllfläche – Hochwertiges Wärmedämmverbundsystem
  • Zertifizierte Passivhausfenster und Außentüren – mit speziellem 3-Scheiben Isolierglas
  • Obere – horizontale Hüllfläche – Dämmung der obersten Geschossdecke bzw. bei Dachschrägen Aufdachdämmung.
  • Anpassung der bestehenden Heizanlage an den neuen Heizwärmebedarf
  • Einbau einer kontrollierten Wohnraumlüftung mit Wärmerückgewinnung

Es ist in allen Fällen eine geschlossene Dämmhülle zu erreichen, einbindende Bauteile werden nach Berechnung der Wärmebrücken mit einer Anschlussdämmung versehen. Die erforderlichen Dämmstärken und Baustoffwerte werden nach der Energieberechnung dimensioniert.


Was können wir für Sie leisten?

  1. Bestandsaufnahme - unter Verwendung von bestehenden Plänen, oder Aufmaß des Gebäudes mit der Anfertigung von Bestandsplänen.
  2. Berechnung – Heizwärmebedarf des bestehenden Gebäudes und Vergleich mit dem tatsächlichen Energieverbrauch.
  3. Prüfung der bestehenden Heizanlage im Hinblick auf den zu erwartenden niedrigeren Energieverbrauch
  4. Planung der Details und der möglichen Maßnahmen zur Erzielung der gewünschten Energiebilanz
  5. Berechnung – Heizwärmebedarf unter Berücksichtigung der baulichen Maßnahmen und Ermittlung der zu erwartenden Baukosten.
  6. Beratung über günstige Finanzierungsmöglichkeiten z.B. KfW CO2 –Programm und Mithilfe bei den erforderlichen Kreditanträgen
  7. Vorbereitung der Ausführung durch planerische Details, Ausschreibung der Bauleistungen und Mitwirkung bei der Vertragsgestaltung und Vergabe an die Unternehmen.
  8. Überwachung der Bauausführung auf Erfüllung aller notwendigen Kriterien zum Erreichen des Planungsziels.
  9. Dokumentation des Ergebnisses und Bearbeitung von evtl. auftretenden Mängeln während der Gewährleistungsdauer.
Energieberechnung neue Werte, erreicht werden soll ein Verbrauch von 25 kWh(m²a)

Die erforderlichen Maßnahmen können natürlich in mehreren Zeitabschnitten erfolgen. Wichtig ist das schlüssige Gesamtkonzept. Die Arbeiten können komplett, oder je nach Wunsch auch stufenweise, ausgeführt werden. Eigenleistung ist bei fast allen Gewerken möglich. Bei den Ausschreibungen werden natürlich auch Firmen Ihrer Wahl mit berücksichtigt. Sie entscheiden mit unserer Hilfe letztendlich selbst über alle Auftragsvergaben. Mit unserer Betreuung kann die Bauausführung auch ohne Ihre Mitwirkung erfolgen. Pauschale Angebote mit Festpreis, von unserem Baupartner, sind bei eindeutig abzugrenzenden Auftragsvolumen möglich.

Es muss nicht immer ein Neubau sein, um die besten Bedingungen für zeitgemäßes Wohnen zu schaffen. Viele ältere Gebäude haben ihren besonderen Reiz und nicht selten eine gute Wohnlage mit einem schön angelegten Garten. Das gewohnte Umfeld möchte man nicht gerne verlassen. Warum nicht in das gewohnte Gebäude investieren um sich einen komfortablen und gesunden Lebensraum zu schaffen.

Wir beraten Sie fachkundig zu Ihrem Vorteil. Es lohnt sich in Ihr Haus ein paar Gedanken zu investieren. Ein Beratungshonorar für die erste Beurteilung Ihres Hauses immer sehr gut angelegt und erschwinglich. Wenn eine weitere Planung und Betreuung der Aufgabe gewünscht wird, unterbreiten wir Ihnen gerne ein, für Ihr Haus zugeschnittenes, Kostenangebot.

Nehmen Sie Kontakt zu uns auf, es lohnt sich immer den besten Weg zu gehen.

Ihr Caldener-Passivhaus
Lothar Schippmann - Architekt



Aktualisiert am 30.10.2008