Das Passivhaus ist hochwärmedämmend und wärmebrückenfrei. Die
Ausführung kann in unterschiedlichen Materialien erfolgen. Wichtig ist Planung
mit der optimalen Gebäudestellung auf dem Baugrundstück. Die umfangreichen
Angebote an Passivhaus-zertifizierten Baustoffen u. Elementen verhelfen zu einer
soliden, dichten und warmen Gebäudehülle. Es muss unbedingt eine geschlossene
Hülle sein mit einem sehr guten U-Wert von annähernd 0.10 W/(m²K). Erreicht
werden kann dies auf ganz unterschiedliche weise und mit den verschiedensten
Baustoffen. Außer der Dämmung der umfassenden Bauteile sind natürlich die
Fenster ein wesentlicher Faktor. Zu einem benötigen die Fenster einen ebenfalls
sehr gute Dämmung. Zum anderen tragen die Glasflächen mit zur passiven
Energiegewinnung bei. Dies wird erreicht durch die Orientierung des Gebäudes mit
den Haupträumen und großen Fenstern nach Süden. Und ein geringerer Teil nach
Osten und Westen. Im Norden sollten möglichst keine oder geringe Fenster
angeordnet sein. Die Anschlüsse an die Fensteröffnungen müssen absolut winddicht
sein. Die Verglasung benötigt einen hohen Wert an Lichtdurchlässigkeit von über
G 50% um die Sonnenwärme bestmöglichst einzufangen. Auch Haus- und
Nebeneingangstüren sollen genau wie die Fensterrahmen aus Verbundkonstruktionen
mit den gleichen U-Werten erhalten. Genau so wichtig wie die optimalen Fenster
ist ein wirksamer Sonnenschutz der im Sommer vor Überhitzung schützt und im
Winter ohne Blendung die Sonne voll wirksam in das Haus lässt.
Das Passivhaus kommt aufgrund seines geringen Heizenergiebedarfs,
15 Kw m² a (m² Wohnfläche im Jahr), ohne eine klassische Heizung aus. Die
Erwärmung des Gebäudes erfolgt:
-
passiv über den Wärmeertrag der nach Süden liegenden
Fenster
-
die Nutzung der Abluftwärme aus der Lüftung bis zu 95 % und
Vorerwärmung über einen Luft- oder Sole-Erdwärmetauscher.
-
den Ausgleich mit zu geschalteter Wärmepumpe 1,5-1,8
Kw
Die bei einem Passivhaus obligatorische Lüftungsanlage versorgt
die 1 Wohnräume mit Frischluft, mit einem 2 / stündigen Luftaustausch. Die
Ergänzung durch Sonnenkollektoren zur Erzeugung des Warmwassers ist sinnvoll,
bei entsprechender Auslegung wird der Überschuss für die Aufheizung der
Frischluft mit genutzt.
Die Mehrkosten für ein Passivhaus haben nach unseren Erfahrungen
in 10-15 Jahren amortisiert. Danach ist der finanzielle Aufwand für die
Beheizung des Hauses sehr gering. Die KfW (Kreditanstalt für Wiederaufbau)
ermöglich ein zinsgünstiges Darlehen in Höhe von 50.000 € pro Wohnung für den
Bau von Passivhäusern.
In der folgenden Übersicht über im Bau befindliche- und
fertiggestellte Projekte kann man unterschiedliche Gebäudeformen sehen, die nach
individuellen Wünschen geplant und gebaut wurden. Die neuen Hausvorschläge
können natürlich in der dargestellten Form errichtet werden. In der Regel sind
dies nur Beispiele, eine individuelle Planung ist immer sinnvoller. Auch hier
haben wir durch ganz unterschiedliche Bauformen die Vielfalt für die Gestaltung
eines Passivhauses aufzuzeigen.